Edelmetalle: wirtschaftliches und finanzielles Umfeld – Rückblick und Ausblick

(von Prof. Dr. Hans J. Bocker / www.profbocker.ch,
September 2013)


Der nachstehende Quizz, der für heute und zur Einleitung zunächst nur aus 7 Fragen und Antworten besteht, ist für die unstruktierte, jedoch zahlreiche Gemeinde der Zweifler bestimmt, denen die Edelmetalle als Anlageinstrument noch suspekt erscheinen. Mögen Sie sich noch rechtzeitig in die stärker strukturierte jedoch noch relativ kleine Gemeinde der Überzeugten einreihen. Prüfen Sie Ihr Wissen. Hier!

 

Teil 1a): Quizz, die Fragen

1) Was war das Schicksal ALLER Papierwährungen, die die Menschheit seit den Zeiten des alten China (vor etwa 4000 Jahren) jemals hervorgebracht hat?

2) Was wäre also das entsprechende Schicksal von Dollar, Euro, Yen und Co.?

3) Sind die fast schon euphorischen Meldungen der systemtreuen Medien über die „große Verbesserung der Wirtschaftslage im Euroraum“ ernst zu nehmen?

4) Was hat das Weltfinanzsystem nach dem Zusammenbruch der Lehman-Bank gerettet?

5) Was ist häufig der Begleiter eines Währungszusammenbruches?

6) Gibt es so etwas wie einen „Zyklus für Kriege“?

7) Welche Faktoren waren im Wesentlichen für die scharfe Korrektur der Edelmetallpreise im Sommer 2013 verantwortlich?
 

Teil 1b): Quizz, die Antworten

1) Sie gingen alle auf ihren wahren inneren Wert zurück – auf Null. Es gab keine Überlebenden. Doch die Menschen fallen immer und immer wieder auf den uralten Trick herein, mit dem vorgegaukelt wird, dass Papier einen inneren Wert habe und kein am Ende stets uneinlösbares Versprechen darstelle. Es gilt die alte Weisheit: „Wer mit der Lüge lebt, stirbt mit der Wahrheit“. Ein weiteres typisches Lügen-Beispiel: Vor etwa 10 Jahren wurde von den Grünen nebst Helfershelfern ein völliges Abschmelzen der Polkappen vorausgesagt. Was geschah? Bis heute hat sich die Fläche dieser Eiskappen um ca. 60 % vergrößert. Außerdem hat sich die mittlere Lufttemperatur der Erde, Klimawissenschaftlern zufolge, in den letzten 15 Jahren nicht verändert. Politiker wollen hiervon nichts wissen und bezeichnen die entsprechenden Forschungsergebnisse als „wissenschaftlich irrelevant“. Sie sind jedoch für bestimmte Interessengruppen „wirtschaftlich hoch relevant“. Dennoch: Dies sind schlechte Nachrichtenfür die Klimareligion, ihre Hohepriester und die Klimaprofiteure an Börsen und in Banken.

2) Genau das gleiche. Ohne Edelmetalldeckung haben Papierwährungen keine Überlebenschance. Früher oder später sterben sie. Der schmerzhafte Tod kommt zunächst leise in Gestalt von erst galloppierender und dann laut als Hyper-Inflation, wobei der Todeskampf  Monate oder Jahre dauern kann, wie in Deutschland 1923 oder Zimbabwe in den letzten Jahren. Oder aber in Form eines Donnerschlags in Form offenen Staatsbankrotts – gewöhnlich über Nacht, von Freitag Nachmittag bis Montag Morgen (rascher Schocktod wie z. B. in Deutschland 1948 oder am Ende der Sowjetunion). Eine dritte Variante ist „Krieg“, der von der tatsächlichen Enteignung der Bürger und deren Verursachern ablenkt und den Volkszorn geschickt kanalisiert (siehe unten).

3) Etwa so ernst wie die “furchtbaren Massenvernichtungswaffen“ im Irak. Diese Jubelmeldungen erscheinen stark verfrüht. So sank beispielsweise das BIP der EU im 1. Quartal 2013 um 0,3 %, um im Folgequartal diese 0,3 % Rückschritt dann wieder wett zu machen. Das Jubelgeschrei der Systemlinge nach der Melodie „die Krise ist endlich überwunden“  betäubte selbst die Ohren Schwerhöriger. Doch diese „Verbesserung“ erfolgte gegen den Hintergrund weiter massiv anschwellender Staatsdefizite (man lebt munter weiter „auf Pump“ – und noch mehr Pump), von immer rascher laufenden Gelddruckmaschinen, sowie künstlich nahe Null gehaltener Zinsen. Diese „wunderbaren Verbesserungen“ und das „Krisenende“ sind alles andere als gesund und natürlich. Die Zentralbanken sorgten – und sorgen weiter – für einen superkünstlichen Scheinaufschwung, der später – oder eher früher – in einem „bust“, auf gut Deutsch – einem entsprechenden Abschwung – münden muss.  Vor allem befinden sich die Investitionsvolumina im EU-Raum seit 2007 im Sinkflug. Das heutige Niveau realer Investitionen entspricht demjenigen des Jahres 1999. Eine Wirtschaft aber, ohne – oder mit nur geringen bzw. fallenden Investitionen – hat naturgemäss eine eher düstere Zukunft vor sich. Der Trend in Richtung Wirtschaftsabschwung ist damit vorprogrammiert.  Die Gefahr von spekulativen Fehlinvestitionen aufgrund des fast schon kostenloses Geldes und der daraaus resultierenden Zinslasten ist zudem riesengroß, zumal für etwaige Megaverluste primär die EZB und sekundär natürlich der Steuerzahler aufkommen. Gewinne der Banken und Großkonzerne werden einbehalten, Verluste sozialisiert. Gab es je etwas Schöneres?

4) Den systemischen Crash verhinderten: Künstliche Nullzinsen, Gelddruck in nie gekanntem Ausmass, sei es nun in Papierform oder schlicht in digitalen Einheiten („Computergeld“), weitere Aufschuldungen in nie dagewesener Höhe, Vertrauen erweckende und die Bürger einschläfernde Propagandabreitseiten (in den USA: „Schulden spielen keine Rolle, wir schulden es uns selbst…“ entspricht der Logik: „Wer ins Wasser springt wird niemals nass“), Betrug bzw. schleichende Enteignung der Sparer und Anleger durch weltweite Negativrenditen sowie Nicht-Bereinigung der durch hoch spekulative Anlagen im Kasinostile aufgelaufenen Fehlinvestitionen der Banken und Grosskonzerne.  Das Ganze schaukelt sich fortlaufend weiter auf. Wie lange noch?

5) Krieg, der neben dem Zweck sich Rohstoffe und vor allem Ölquellen anzueignen sowie immer neue Machtbasen auf fremden Territorien zu errichten – wie sagte Arthur Schopenhauer doch so schön: „Die Ursache aller Kriege aber, ist Diebesgelüst“ – einem weiteren Zweck dient. Er lenkt nämlich die Volkswut der per "Währungsreform" oder „Währungszwangsumtausch“ oder einfach per galloppierender Inflation zu enteignenden Massen von den Fehlern und der Schuld der Führungseliten ab, und präsentiert einen (fast immer fiktiven) Sündenbock, der „an allem Schuld ist“.  Sündenböcke können, je nach Zeitalter und politischen Präferenzen beispielsweise sein: Kommunisten, Juden, Moslime, die marxistische Weltverschwörung, die „weltbedrohenden syrischen Hackerarmeen“, Hacker in Russland und China, die die westlichen Banken und Finanzsysteme angreifen, El Quaida, die bösen Kapitalisten, „reaktionäre Kräfte“, Rechtsextremisten, Linksextremisten, „Volksverräter“, die Hochfinanz, die „Rebellen“, „Staatsfeinde“, Währungsmanipulatoren, Krisengewinnler, Chinesen, Russen, „Radikale“,  „superböse Spekulanten“, Sekten, „Kriegstreiber“, Monopolisten, Geldwäscher, und vor allem die nebulösen, niemals greifbaren „Terroristen“ aller Arten und Schattierungen.

6) Gewiss, man könnte sagen, der wohl wichtigste wurde zuletzt von Kress entdeckt. Vereinfacht ausgedrückt: Der Kress-Zyklus ist der Kriegs-Zyklus. Um es zusammenzufassen: Fast immer führten beispielsweise die USA einen Krieg im Jahre nach der Präsidentenwahl, gelegentlich ein halbes Jahr später. Diese unheilverheissenden „Kress-Chancen“ für einen strammen Krieg stehen für das letzte Quartal 2013 oder für das erste Halbjahr 2014 recht gut. Vorsichtshalber sollte sich jeder, im Rahmen seiner Liquidität und Möglichkeiten so gut wie es eben geht, mit Gold und vor allem auch mit Silber in kleinen Einheiten sowie haltbaren Vorräten in vernünftiger Weise eindecken. Die Mormonen, wie bis vor einigen Jahren auch die Schweizer – tun – oder taten dies – in systematischer Weise.  Mindestens 15 bis 25 % des Gesamtvermögens gehören in physische Edelmetalle. Für Ängstliche und Papiergeldsystem-Zweifler solllte dieser Anteil noch höher liegen.

7)  Nachdem die Gold- und Silber-Preise rund elf Jahre lang, also von der Einführung des Euro an gerechnet, in allen wichtigen Währungen im Durchschnitt um 17 % jährlich stiegen, war eine Korrektur mit Ruhepause, mitten in einem langfristigen Bullenmarkt durchaus normal, denn Preisanstiege wie auch Preisrückgänge verlaufen nie einfach linear, also geradlinig wie der Pfeilflug, nach oben oder unten. Nicht zu vergessen: Der Euro verlor zeitgleich über 60 % seiner Kaufkraft, was seinen Besitzern einen Verlust von rund 6 % pro Jahr einfuhr. Merkwürdigerweise verschwiegen die Medien diese unangenehme Tatsache. Zwischenzeitlich setzte auch schon wieder eine leichte Erholung der Goldpreise ein.                     


Die fünf wichtigsten Faktoren, die für den überraschend scharfen Einbruch sorgten, sind schnell ausgemacht:

Zunächst  machte eine bestens koordinierte und breit gestreute Medienkampagne Gold wieder einmal madig. Motto: Der „Goldboom“ ist für immer vorbei. Das gelbe Metall ist einfach ein Rohstoff mit geringer praktischer Bedeutung. Es ist zinslos und man kann es nicht essen. Es ist und bleibt ein barbarisches Relikt ohne jede wirtschaftliche Funktion. Wer sich hier als Anleger engagiert wird herbe Verluste erleiden. Seht doch nur, wie die Preise abstürzen. Also bitte in den so starken und wunderbaren Papiergeldwährungen bleiben Und man setzte, nicht ohne Häme, nach: „Das geschieht den Goldnarren recht“.        

Der zweite und wohl wichtigste Faktor waren die in ihrem Volumen beispiellosen Leerverkäufe an den Terminbörsen, insbesondere an der COMEX. Man verkauft also mit starker Hebelwirkung Metallmengen, die man nicht besitzt.  Da standen plötzlich, meist zu Nachtzeiten bei extrem dünnen Handel, desöfteren zweistellige Milliardenverkaufsorders aus anonymer Quelle im Raum. Mit physischen Verkäufen half die COMEX diesem Abwärtstrend munter nach. Ihr Bestände an Metall nahmen entsprechend ab.

Der dritte Faktor: Jetzt gerieten die Goldeigner in Panik und die schwachen Hände, meist kleine und mittelstarke Investoren, aber auch Institutionelle, trennten sich vielfach fluchtartig und mit Verlusten von ihren Beständen, was die Preise weiter drückte. Die Gold- und Silberbäume wurden also kräftig geschüttelt und das Fallobst wanderte zumeist in Richtung Osten, also nach Asien. Chinesen, Inder, Araber, aber auch die im Westen herrschenden Eliten, die heimlich kauften, waren dankbare Abnehmer.         

Viertens kamen immer wieder Gerüchte auf, und Fed Chef Bernanke machte wiederholt entsprechende Andeutungen, dass man das Q3-Programm („Quantitative Easing“), im Klartext: Das wilde Gelddrucken und die Aufkäufe von dubiosen Wertpapieren (Staatsanleihen und Hypothekenpapiere) demnächst auslaufen lassen wolle. Da aber Q3, genau wie seine Vorgänger Q2 und Q1, hoch inflationär wirkt, und Gold den wohl besten Inflationsschutz darstellt, begann vor allem Gold aus den ETFs (Exchange Traded Funds) abzufließen, denn „die Inflationsgefahr ist ja nun gebannt“. 

Und fünftens boten die Aktienmärkte einen „sicheren Hafen“ für viele nach Anlagealternativen Suchende. Die kollosale Geldschwemme beflügelte die Börsen – schon seit dem Beginn von Q1 – und die Kurse hoben entsprechend ab. Dies umso mehr, als Bernanke im September 2013 plötzlich erklärte: „April, April, wir werden Q3 munter weiter führen“. Damit war das weitere Abheben der Börsenkurse, nicht etwa durch gute Wirtschaftsdaten und gesunde Unternehmensgewinne, sondern durch nicht endenwollende Spritzen mit aus dem Nichts geschaffenem Kunstgeld inspiriert – vorläufig jedenfalls – garantiert. Die Aktienhändler hatten, ihrem Glauben nach, nichts mehr zu befürchten. Dies wiederum führte zu sich selbst verstärkenden Massenabflüssen mit hunderten von Tonnen aus den Gold-ETFs, was den Goldmarkt – mit Silber im Schlepptau – extrem negativ beeinflusste. Die freiwerdenden Mittel verstärkten dann die Aktienblase weiter. Danach setzten bis dato noch nie gesehene Ketten von Zwangsliquidationen im Bereich der Termingeschäfte ein. Untermalt wurde das Ganze durch extrem niedrige Long-Positionen und übermässig hohe Short-Positionen am Terminmarkt – alles preisdrückende Faktoren. Doch nachdem Gold und Silber soviel an Boden verloren, steht dem Gesetz des Zyklus zufolge demnächst ein massiver Aufwärtstrend ins Haus. Nichts bleibt für immer am Boden. Seit tausenden von Jahren hat Gold seine Anhänger, die zeitweise etwas Geduld aufbringen mussten, noch niemals im Stich gelassen. Die „gold-bugs“ sollten Mut fassen. Nur kurzsichtige Anleger glauben derzeit, umgeben von der im Denken gleichgeschalteten Herde, dass der Goldpreis für immer fallen und die Aktienkurse für immer steigen werden. Geschichte und Erfahrung lehren, dass ein solcher Herdentrieb, also das Rennen mit der Masse, eine Idiotie ist und mittel- oder längerfristig immer zu herben Verlusten führt. Bevor Gold und Silber als „Anlagevehikel der letzten Instanz“ ihre Schutzrolle verlieren, friert eher die Hölle zu. Während Q1 in Kraft war, stieg der Goldpreis um bis zu 51 % und während der Dauer von Q2 um bis zu 25 %. Während des noch laufenden Q3-Programms, fiel er in der Spitze um bis zu 24 %. Es dürfte sich um die wohl grösste Monetarisierung von Staatsanleihen und kranker Hypotheken aller Zeiten handeln. Und der Goldpreis sollte auf diese inflationären Trends nicht entsprechend reagieren? Das ist hochgradig unlogisch und geradezu absurd. Irgendwann und zwar bald, haben die Manipulatoren in den Zentralbanken und an den Terminbörsen ihre Trickkiste geleert. Auf Dauer ist niemand, auch nicht die Finanzelite, grösser als die natürlichen Marktkräfte, die sich am Ende immer wieder Geltung verschaffen, und dies nach langer Unterdrückung oft schlagartig und in brutaler Weise, ganz ähnlich einer überlang und intensiv zusammengedrückten Spiralfeder, die sich dann blitzartig entspannt.

Dieser Quizz soll später fortgesetzt und erweitert werden.


Heiße Gelddruckmaschinen, kühles Gold und kalte Fakten

Teil 2: Hat, wer die Wahl hat, noch immer die Qual?

Die für Europa wichtige Wahl in Deutschland ist vorüber. Die Medien haben ihr Scheingetöse eingestellt. Doch was wird sich ändern? Lohnt es sich überhaupt noch zu wählen?      

Dies ist eine individuell zu entscheidende Gewissensfrage. In Deutschland spielt es (im Prinzip genau wie in den USA und anderen Ländern) – einmal abgesehen von einer neuen Partei, deren Programm etwas mehr auf Wahrheiten, Vernunft und Fakten zu basieren scheint, sowie einigen kleinen nicht machtrelevanten Splitterparteien, kaum mehr eine Rolle, wen man in Hinblick auf das Endresultat wählt. Die Umverteilungsseuche und alle denkbaren sozialistischen-grünen und „sozialen“ Volksbeglückungsprogramme auf Pump hat so gut wie alle Politiker wie eine seuchenartig erfasst. Lediglich die Geschwindigkeit, mit denen der Staatskarren unter dieser oder jener Partei in den Abgrund gefahren wird, ist je nach Fall, ein wenig verschieden. Alle werden die Schulden weiter in die Höhe treiben, bankrotte Banken und Länder weiter „retten“, immer höhere Haftungssummen zu Lasten der Steuerzahler gutheissen, die nationale Souveränität – oder was davon noch übrig ist – weiter freiwillig einem zutiefst undemokratischen, ungewählten, zentral de facto regierenden supranationalen Machtmonster schrittweise und widerstandslos übergeben. Damit schaffen sie den eigenen Staat und die Macht nationaler gewählter Parlamente ab. Natürlich muss die rein politische Kunstwährung Euro, der seit seiner Einführung bereits über 60 % seiner Kaufkraft verlor, um jeden Preis zulasten der eigenen Steuerzahler gerettet werden, koste es wen oder was es wolle – außer natürlich den eigenen Pfründen, steuerfreien Supergehältern und exzessiven voll indexierten Pensionen.  Alle schielen auf die Zentralbank und deren weit geöffnete Geldschleusen, und leben direkt oder indirekt von deren Frischgeldschaffung aus dem Nichts. Die Konfetti-Maschinen laufen auf gerade noch vertretbaren Höchsttouren kurz vor der Überdrehzahl- Explosion.  

Wahlen in EU-Ländern bleiben im Grunde ohne wirkliche praktische Wirkung, da sich die Parlamente selbst abschafften, zu reinen Plappervereinen ohne Biss verkommen. Die Abgeordenten, insbesondere im sog. „Europaparlament“, bleiben den Sitzungen weitgehend fern, oder lesen, essen, gähnen, stricken oder schlummern im Falle ihrer Anwesenheit.  Der Bevölkerung bietet man gut einstudierte Schaukämpfe, fast so interessant wie Fußball in der dritten Liga oder einer frisch verputzten Wand beim Trocknen zuzuschauen. Im Falle Merkel-Steinbrück traten zwei eng verbundene Klubmitglieder der Bilderberger scheinbar gegeneinander an. Im Klubvorstand, früher im Ostblock auch „Politbüro“ genannt, muss das Gelächter der ganz Oberen über die dumm-ahnungslosen Wähler geradezu gellend erschallen, – während sich die wirkliche Macht im nicht gewählten Brüssel weiter und weiter ganz ungeniert verfestigt.    

Ein Beispiel: Die Haushalte oder Jahresbudgets der Staaten werden bereits ohne jede Mitwirkung nationaler Parlamente nur durch Brüsseler – Verzeihung, „allwissender, unfehlbarer, hoch und zutiefst europäischer Edelinstitutionen“, aufgestellt und beschlossen. Diese Budget-Konstrukteure sind hochrangige, steuerfrei agierende Superbürokraten, die genau wissen, was für welches Land – sprich: natürlich für sie selber – gut und richtig ist. Das wichtigste Grundrecht eines demokratischen Staates, über seine Ausgaben, Einnahmen, Steuerverwendung und Finanzen parlamentarisch selbst zu bestimmen, ging bereits verloren. Was bleibt dann noch? Ob die Einheits-Milch 1,3 oder 1,4 % Fettgehalt haben darf? Ob der „Einheitsgurke“ eine leicht stärkere Krümmung erlaubt wird? Ob die 760 Seiten der „Verordnung über die Einfuhr geschälter und ungeschälter Haselnüsse aus der Türkei“ durch Heere von hochbezahlten Übersetzern in alle 28 Sprachen der EU übersetzt werden muss oder nur in 26 (maltesisch und estnisch wurden unter Protest ausgenommen)? Ob dieses epochale Werk nun in 800 000 oder 1 800 000 von Exemplaren in Buntdruck mit Glanzpapier gedruckt und verteilt werden soll?   

Die zentrale Voll-Diktatur von hochprivilegierten, verschworenen Mini-Eliten im Halbgott-Status, mit deren untergeordneten Scharen steuerbefreiter Funktionäre und Kommissare, wächst, blüht und gedeiht. Alle grossen Parteien, zumindest in Deutschland, wollen im Grunde eine Brüsseler Diktatur unter einem sanften Namen und hängen dem Gott des Gelddruckens an. Viele Wähler haben resigniert und sehen ihre Ohnmacht als unabänderlich an. Sie haben nicht unrecht, denn die man wählen kann haben keine Macht. Und die Macht haben, kann man nicht wählen. Ausserdem wird vor allem von rot und grün verbal mächtig auf „die Reichen“ eingeschlagen und eine der dunklen menschlichen Seiten bemüht: Den Neid. Die Roten sind Grün vor Neid und die Grünen sind Rot wegen Neid. 

Wer könnte den zahlreichern resignierenden Wählern ihr Fernbleiben von der Urne verübeln? Auffallend: In deutschen Wahlkampf wurde grundsätzlich keines der wirklichen Probleme angesprochen, als da beispielsweise wären: Eurokrise, Haftungen, Bürgschaften, Arbeitslosigkeit, Verlust nationaler Souveränität, verfassungswidrige Auslandseinsätze des Militärs, hochgefährliche Spekulationsblasen in den Bereichen von Aktien, Immobilien und Bonds, Vollbankrott der Mittelmeerstaaten und deren extrem teure Rettungen zu Lasten des Geberlandes Deutschland und seinerSteuerzahler, Bruch aller Maastricht-Abmachungen und Verträge, astronomische Verschuldung und deren ungehemmtes weiteres Wachstum uns mehr. Ein blauer Wirtschaftshimmel erstrahlte, jedenfalls für die Wähler, wolkenlos über sonnigen Finanzlandschaften. Die Narkotisierung des Wahlvolkes funktionierte einwandfrei. Die Masse lässt sich auch nur zu gerne narkotisieren. Unangenehmes kehrt man unter den Teppisch. Fußball, Sportshows, flache Unterhaltung, Wochenende, Stammtisch, superbilliger Urlaub, TV-Krimis, Bier, Lottozahlen, Weißwurst und Senf, Radler und Zigaretten bestimmen die Lebensinhalte. Krise? Welche Krise?
 

Markt-Massaker und moderne Märchen 

Die Ereignisse im April 2013 kamen für die Masse der Edelmetallanleger unerwartet und schnitten tief ins Fleisch.

Nach dem sogenannten „Schwarzen Freitag“ und dem folgenden „Blutigen Montag“ Mitte April 2013, jubelten die Planer dieses nahezu perfekt orchestrierten manipulativen Meisterstückes der von ihnen nach unten gelenkten Preisfahrt der Edelmetalle. Beobachter sprachen von einem Massaker.

Die Systemlinge in den Massenmedien wussten sich vor Häme und giftigem Spott kaum zu lassen. Endlich war der Welt bewiesen, dass Gold und Silber bestenfalls unwichtige Rohstoffe ohne jede materielle Schutzfunktion sind. Den verstörten Anlegern wurde suggeriert, dass nur Bonds, Immobilien und insbesondere Aktien die wahren „Werte“ dieser Welt darstellten und vor allem müssten alle Bürger und Investoren Zeit ihres Lebens im allmächtigen Dollar verbleiben. Andere Alternativen gäbe es nicht.
 

Doch sollte das wirklich so sein?

Muss es nicht nachdenklich stimmen, dass nach einem Jahrzehnt erfreulicher Preiskletterei der Edelmetalle endlich eine durchaus gesunde Phase der Korrektur und Konsolidierung in völlig natürlicher Weise angesagt sein könnte?   Immerhin kann der Silberpreis – trotz des gerade erlittenen Rückgangs – seit 2001 noch ein Plus von fast 600 % aufweisen. Ist dies eine „Katastrophe“?

Weiterer Stoff zum Nachdenken: Es gibt eine Art natürliche Untergrenze für die Preise. Die Earth Ressource Group beispielsweise schätzt die vollen Förderkosten in wenigen Jahren auf mindestens 2000 $ pro Unze Gold. Seit 2007 stiegen diese Kosten um durchschnittlich 17 % pro Jahr. Hauptgrund sind die immer geringeren Erzgehalte, die weltweit stetig weiter abnehmen. Die gesamte Goldminenindustrie der Welt arbeitet derzeit im Abbau mit Konzentrationen von weniger als 1 g pro Tonne. Noch vor 10 Jahren waren derlei Werte im Abbau völlig unökonomisch und nicht diskutabel. Bei Einbeziehung aller Kostenfaktoren errechnen die Fachleute einen derzeitigen Wert von 1400 $ je Unze.

Somit arbeiten viele Produzenten hart an der Gewinnschwelle, andere liegen bereits darunter.

Dem April-Crash kommt somit eine spezielle Bedeutung zu. Es wird kaum noch Neuprojekte geben, die gewinnbringend aufgebaut werden können.  Daher sollen die Explorationsausgaben im laufenden Jahre, den Experten zufolge, um mindestens 35 % sinken. Das dämpft auch die Chancen, größere und gerade noch wirtschaftliche Vorkommen zu entdecken. Auch führten die hohen Personalkosten bereits seit längerer Zeit zu Entlassungen, mit steigendem Trend.   

Wer sind die Nutznießer dieser Entwicklungen? Natürlich die Minen-Großkonzerne, denen ein ordentlicher Preis-Crash, nach dem sie relativ wertvolle doch „casharme Kleine“ billig aufsaugen können, gerade recht kommt. Aufgrund ihrer finanziellen Stärke werden sie durchhalten und das Feld immer stärker monopolisieren.

Aber auch die Anleger, die treu zu ihren Unzen stehen und nicht verkaufen, werden von diesem Trend mit Sicherheit profitieren. Diese Sicherheit bietende Erkenntnis ist geradezu primitiv: Wachsen weniger Kartoffeln, werden sie teurer. Und von Jahr zu Jahr wachsen weltweit garantiert immer weniger „Gold-Kartoffeln“, was im übertragenen Sinn auch für Silber gilt.

Vorerst bleiben viele Fragen im Raum stehen. Eine analytische Ausleuchtung der Hintergründe und des wirtschaftlichen und finanziellen Umfeldes lässt jedoch das Jubelgeschrei der Goldgegner hohl klingen. Die suggestiven Beteuerungen der Medien, dass nunmehr die Krise endlich überwunden sei, der ganz große Aufschwung zusammen mit einer blühenden Zukunft gleich um die Ecke lauere und nur noch höchst nebensächliche Probleme ihrer Lösung harrten, wird sich schon bald als das erweisen, was es in Wahrheit ist: Ein schönes und demnächst auch zu Tränen rührendes Märchen – allerdings zu Tränen bitterer Enttäuschung, denn noch immer haben Naturgesetze Gültigkeit. Spätestens dann werden die Bürger versuchen, aus ihrem Währungskorral, also dem Fanggehege für alle Papiergläubigen, mit Vehemenz auszubrechen. Die Folgen einer solchen Stampede mit ihrem wilden Fluchtgetrampel wären kaum abschätzbar.
 

Brüssel: „Aussichten unverändert“, doch „erhebliche Fortschritte“ in einem Atemzug

Eine von wissbegierigen Journalisten an die großen Lenker der Finanz-Geschicke am Ende eines der schier endlosen Gipfel dreist gerichtete Frage lautete: „Warum haben wir eigentlich all die Preissteigerungen im Konsumbereich, wovon jede Hausfrau täglich ein Lied singen kann“?

Die Antwort eines der großen weisen Zentralplaner fiel überraschend aus: „Dies liegt daran, dass die Preise für Energie und Nahrungsmittel ständig in die Höhe gehen“. 

Nein, aber doch! Die Ursache von Preissteigerungen sind also Preissteigerungen! Für die systemtreuen Medienschaffenden muss dies wie eine Offenbarung geklungen haben. Man lehnte sich zufrieden seufzend zurück.

Diese so geniale wie kühne Begründung eröffnet völlig neue, revolutionäre Theorien im Lehrgebäude der Volkswirtschaft. Auf diese bahnbrechende Idee, dass Preise in die Höhe gehen, weil Preise in die Höhe gehen, kam bisher noch niemand. Der Ruf nach dem ehrlich verdienten Nobelpreis werde laut!

Zu einem ähnlich genialen Schluss kamen die mit der gemeinsamen Prüfung von Wirtschaft und Finanzen Griechenlands beauftragten Mitarbeiter der Europäischen Kommission (EK), des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie alle sind nicht gewählte Mächte, die über Wohl und Wehe ganzer Nationen nach Gutdünken entscheiden. Nach wochenlanger, intensiver Forschungstätigkeit dieser Truppe – die zum drei- oder vierfachen steuerfreien Gehalt deutscher Beamter pro forschendem Kopf versteht sich – arbeitet,  kam endlich die erlösende Nachricht: Die wirtschaftlichen Aussichten seien seit der letzten Prüfung „weitgehend unverändert“, aber allenthalben wären „erhebliche Fortschritte“ zu verzeichnen. Welch freudige Überraschung! Die Lage des mit knapp 2 % wirtschaftlichem Beitrags auf der EU-Waage einwiegenden Winzlings ist also zum Einen „unverändert“, aber zum Anderen gleichzeitig mit „erheblichen Fortschritten“ auf dem besten Wege ins Licht der Konjunktursonne. Wasser ist gleichzeitig trocken und nass. Bisher unerforschte Naturgesetze müssen hier wohl am Werke sein.

Dass Griechenland – als eine üble  Angewohnheit – seit 1839 bereits fünf Mal die Staatspleite anmeldete, und dass die überfällige „Nummer Sechs“ derzeit per zentralplanerischen Kunstgriffen  hinausgeschoben wird, geht im grellen Licht der Propagandasonne leider unter. Ein wenig Finanzchirurgie hier, ein paar Euro-Bluttransfusionen da, das Ganze natürlich auf Kosten der widerlichen, oft als Nazis porträtierten „Reichen, im Norden“, und schon geht es den lieben Griechen, der ewigen Protestaktionen müde, viel besser.

Dass die Hellenen pro Kopf bisher mehr als das 300-fache der auf die Deutschen nach dem Kriege entfallenen Marshallplanhilfe erhielten, aber trotz aller „Rettungen“ schon wieder ca. 400 Mrd. € Neuschulden aufhäuften und auch weiterhin hohe Haushaltsdefizite generieren, vergaßen die hohen Herren aus den Zentralplaner-Zwingburgen in Brüssel zu erwähnen. Dass Land, Wirtschaft und Finanzen auch weiterhin in der Abwärtsspirale trudeln, erlag ebenfalls den Folgen selektiven Gedächtnisschwundes. Ohne weitere offene oder verdeckte Hilfen drohen offener Staatsbankrott und Ausstieg aus der Wunderwährung Euro. In England regen sich ähnliche Kräfte, die ganz offen den Austritt aus der EU fordern. Und für weitere Ernüchterungen in Brüssel sorgten auch amtliche Umfragen in Schweden: Nur noch 42 % der Bevölkerung wollen in der EU verbleiben. Noch schlimmer: Ganze 9 % sind noch dafür, den Euro einzuführen. Es handelt sich um den niedrigsten Wert, der je in einer Umfrage in der Geschichte Schwedens ermittelt wurde. 2003 waren noch 42 % für die Superwährung Euro.
 

Es kriselt weiter sachte vor sich hin

Andere Pleitekandidaten, wie Slowenien, Belgien, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, England und natürlich Zypern, leiden ebenfalls schwer am griechischen Finanzdrüsenfieber, mit keiner Besserung in Sicht. Ihre Haushaltsdefizite fielen 2012 viel höher aus, als die Brüsseler Super-Planer erwartet hatten. Europas Schuldenberge wachsen und wachsen, trotz aller Sparprogramme und Austeritätsmaßnahmen. Wie lange werden die Steuereinnahmen noch reichen, um die wachsenden Zinslasten zu bedienen? Kann ewiger Gelddruck wahren, ewigen Wohlstand erzeugen?   Der große Boom vor einem finalen Zusammenbruch – der „Crackup Boom“ hat stets finanziellen Charakter. Wir sind mitten drin.

Mit dem historischen Schritt der zwangsähnlichen Enteignung beschäftigt „der Fall Zypern“ Kapitalmärkte, Sparer und Investoren. Bisher bewährte Eigentumsbegriffe wurden auf dem Müllhaufen der Geschichte geopfert. Der deutsche Finanzminister, von seinen Gegnern häufig „Gollum“ (siehe „Herr der Ringe“) genannt, sprach es offen aus: Das „Zypern Modell sei auch eine Option für andere Länder“. Anders ausgedrückt: Zypern war nur die Blaupause.  Derlei bedrohliche Warnungen treffen weitgehend auf taube Ohren. Die unglaubliche persönliche Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit der Massen gegenüber den wirtschaftspolitischen Prozessen sowie ihr Unverständnis von leider recht komplexen Zusammenhängen im Finanzbereich, spielen den Mächtigen in die Hände. Das Wissen um Strukturen und Funktionsweisen des Geldsystems verbleibt vorläufig noch im rudimentären Bereich. 

Doch sogar ein bis aufs Blut geschorenes, staatsgläubiges Schaf kann zeitweilig zum Tiger werden, sollten vier Aspekte zusammenkommen: Wenn Sparer und Anleger demnächst alles – oder fast alles – verlieren sollten, dürften Volkswut zum Frühstück, biblischer Zorn zum Mittagessen und pure Verzweiflung zum Abendbrot aufkommen, leider in Kombination mit einem reflexartigen Ruf nach viel mehr Staat, der „etwas tun muss“, begleitet von Lähmung, schwindender Eigeninitiative und Selbstverantwortung, ganz im Sinne der elitären Mächte und großen Lenker der Geschicke und damit der Geschichte.
 

Genialer Papiertausch als wunderbare Erlösung vom Übel

Bis zum Auftauchen dieses unangenehmen Quartetts der Ereignisse laufen im Prinzip die Gelddruckerpressen der EZB – nach dem bewährten Muster der Fed jenseits des Atlantiks heiß. Der frisch gedruckte Ausstoß wird teilweise auf Lastwagen verladen – wie im Falle der „Zypernhilfe“ und per zuverlässiger Spedition zu den in Bedrängnis geratenen Banken in Form enormer Packen von Banknoten gerollt, um dem panikartigem Ansturm der Bargeldabheber nach Öffnung der Bankschalter gewachsen zu sein. Unterwegs begegnet man in entgegengesetzter Richtung - also nach Brüssel fahrenden – anderen LKW-Kolonnen der gleichen Spedition, die ihrerseits Tonnen um Tonnen frisch gedruckter Staatsanleihen der Pleiteländer geladen haben. Man winkt den befreundeten Kollegen im Führerstand auf der Gegenbahn freundlich zu. Diese nach Nordwesten rollenden Ladungen kauft dann die mächtige EZB auf. Die Fracht der entgegengesetzt rollenden Euromassen wird dagegen im dankbar dienernden Athen entladen.

Man tauscht also bunt bedruckte hübsche Papierchen aus: Frisches Geld aus den Druckern gegen frische Staatsanleihen der Pleitekandidaten, und darin  besteht die „Große Rettung“. Doch halt, ganz so einfach ist es nun doch nicht. Man handelt inzwischen auch „ökonomisch rational“. Das heißt, dass ein Gutteil des Geldes nicht mehr in Form von Papierpacken per teuren LKW, sondern per Knopfdruck am Computer als reines Digitalgeld viel billiger und zeitsparender als Teil der neuen „Zwangssparprogramme“ verschickt wird. Bravo!  In den USA beispielsweise, zirkuliert nur etwa 10 % des binnenwirtschaftlichen Geldangebots (Grundlage: Der „True Money Supply“) in Form von Papierscheinen oder Münzen. Der Rest sind unsichtbare bits und bytes. Sogar die Aufschuldungsprozesse werden jetzt rationalisiert. 
 

Weltuntergang durch zentralplanerische Wunder abgewendet

Das Ganze ist „absolut alternativlos“, wie die hohe Politik und die allwissenden Zentralplaner rechtfertigend verkünden. Ohne derlei schöpferische Aktionen der EZB würden in Europa Kriege, Seuchen, Schädlingsepidemien, Pandemien und viel Schlimmeres ausbrechen.

Völkermorde, Erdbeben, Überschwemmungen, undenkbare Katastrophen, Massenelend, brutale Diktaturen, Tauschwirtschaft auf der Ebene von Höhlenmenschen, Bienen- und Kindersterben, Untergang von MacDonalds, Versiegen der Coca Cola-Quellen, Invasion der body-snatcher aus den Tiefen der Galaxis und Weltuntergang wären einige der unheilbringenden Folgen.

So tönt es jedenfalls überzeugend, zusammen mit forschen Durchhalteparolen, aus den Kehlen der Regierungssprecher, deren Brotgeber und der ungewählten Brüsseler Spitzentechnokraten.

Es gäbe „allen Grund zum Optimismus“, heißt es weiter, denn nur ein Pessimist oder Verschwörungstheoretiker wählt von zwei Übeln beide. Doch in Brüssel regiert Optimismus pur. Schließlich seien die offiziellen zentralplanerischen Ziele einer vollen Gesundung von Wirtschaft und Finanzen schon bald erreicht. So wird verkündet.

Man müsse diesen in vorübergehende leichte Bedrängnis geratenen Ländern und insbesondere Griechenland, Slowenien und Zypern „nur etwas mehr Zeit geben“, so etwa bis 2018 oder 2020 – schlimmstenfalls bis 2027 oder nur ganz wenig länger. Spätestens dann herrsche ganz und ganz bestimmt eitler Konjunktursonnenschein und Schulden spielten keine Rolle, solange man über das Wunderinstrument der Druckmaschinen verfüge. Beispielsweise habe sich die „Lohnflexibilität“ in diesen Ländern bereits dramatisch verbessert.

Im Klartext: Die Massenarbeitslosigkeit und die laufenden Massenentlassungen mit möglicher Neueinstellungen zu einem Viertel das alten Gehaltes, führen erfolgreich zu dieser neuen Art von „Flexibilität“.

Also überall nichts als Fortschritt.

Leider fiel damit auch die Kaufkraft dramatisch, nicht zuletzt auch wegen der Steueranhebungen und schärferer Kontrollen im Bereich des Sozialwesens. Heerscharen griechischer Blinder z. B. wurden über Nacht plötzlich sehend und verloren ihre Blindenrenten. Weitere kleine Armeen seit vielen Jahren Verstorbener, starben überraschend einen zweiten, diesmal echten Tod und bekamen die Rentenbezüge gestrichen.  Steuern und Abgaben steigen, die Konjunktur ist bisher ein Schatten ihrer selbst und die gewaltigen Staatsapparate laufen wie gewohnt weiter, denn zum Abbau der ausufernden Bürokratie fehlen uns die nötigen Beamten – ist zu vernehmen.

Den seit vielen Jahren an überreichliche Zuwendungen und Subventionen aus Brüssel gewöhnten Bevölkerungen und deren Regierungen ist der Sparbegriff fremd. Gibt es Schwierigkeiten, schlüpft man unter „Rettungsschirme“ und es fließt – ganz alternativlos – frisches Geld. So dürfte es auch weitergehen, nur fällt der monetäre Zufluss ein wenig knapper aus als bisher. Auch wird die Steuerschraube nicht nur bei den Griechen sondern auch anderswo angezogen.  2011 z.B. wurde den Bürgern der 27 EU-Staaten diese Last um.

0,5 % mehr auf 38,8 % erhöht und denen in den 17 Eurostaaten Lebenden

39,5 % aufgebürdet. Zahlen für 2012 stehen noch aus, doch stieg diese Gesamt-Last im Durchschnitt auf über 40 %. Wann wird die 50 %-Marke überschritten? 

Die Durchschnittsschuldenquote der G 7-Staaten sprangen seit 2006 um 41 % auf 117 %. Japan liegt um mehr als das Doppelte darüber. Selbst die USA haben 112 % erreicht. Laut offizieller Propaganda aber „besteht überall Grund zum Optimismus“. „Die Krise ist ausgestanden“. Es überkommt den Beobachter ein leichtes Grausen. Wie lange geht das alles noch gut?
 

Finale Eliminierung des „widerlichen Gold- und Silberwahns“

Die Eliten sind’s zufrieden, denn es handelt sich ja bei den gewaltigen Schüttungen aus den Rettungsgießkannen nicht um ihre privaten, eigenen Mittel, sehr wohl jedoch um ihre eigene Macht. Diese gilt es zu schützen.

Und so lasset uns denn bei dieser Gelegenheit auch gleich noch ein altes Problem in den Griff bekommen: Es gibt ja leider immer noch Irregeleitete, die sich offen oder heimlich Gold und Silber beschaffen und so unserem geliebten und einzig wahren Papiergeldsystem wertvolles Lebensblut entziehen.

Diese Mittel aber würden in der Finanzierung von Rohstoff-, Öl- und Raubkriegen, – Verzeihung – in der militärischen Ausbreitung der Demokratie – wie auch im überbordenden Sozialstaat fehlen. 

Hier muss mit Hilfe perfekt koordinierter Aktionen dringend eingeschritten werden! Die dumpf blökenden Massen im Korral der Papiergeldschafe müssen am Ausbrechen um jeden Preis gehindert werden. Sonst entliefen sie am Ende noch auf die grünen Weiden der Edelmetallwiesen gleich nebenan.

Gott sei Dank sind die Finanz- und Wirtschaftskenntnisse der Bevölkerungsmassen, sei es wegen Desinteresse, sei es wegen der Komplexität von Finanzprodukten, noch als extrem dürftig einzustufen.

Anderenfalls gäbe es gleich morgen früh schon die große Revolution.
 

Heiße Gelddruckmaschinen, kühles Gold und kalte Fakten

Teil 3: Weitgefächertes Instrumentarium zur Preis-Drückung der Edelmetalle

Da wir, die Eliten, uns im Moment noch nicht an ein direktes Goldverbot wagen, weil dies ja allen die Pleite unseres Papiergeldes signalisieren und die wahre Funktion des ewigen Geldmetalles bestätigen würde, greifen wir vorläufig zu anderen Mitteln. 

Hier wären beispielsweise zu nennen:

Gekonnte massenpsychologischen Manipulationen über die systemtreuen Medien in endlosen Wiederholungen über Unwert und pechschwarze Zukunft der Edelmetalle. Das Ganze gepaart mit Eruptionen geradezu hysterischer Schadenfreude sowie Hohn und Spott für die Freunde von Gold und Silber nach jeder gelungenen Preis-Deckelung, wie gerade im April.

· Schichtarbeit leer verkaufender Drückerkolonnen an den Terminmärkten 

· Einsatz gehebelter Derivate auf breiter Front, die im April halfen, ein kleines Blutbad unter gehebelten Spekulanten und vielen Kleinanlegern anzurichten, die nach rein technischen Aspekten und mit Kredit investieren.

Die nachfolgenden Ketten der gefürchteten „Margin Calls“ mit ihren erzwungenen Nachschüssen sowie der Absturz-Kaskaden durch untere Preisstopps in tausenden von Computerprogrammen sorgten für genügend Blutfluss. Außerdem wurde, wie üblich, ein Freitagnachmittag für den Beginn des Preis-Gemetzels gewählt, an dem sich die Mehrzahl der Akteure bereits ins Wochenende verabschiedet hatte. Die Herrscher der Grossbanken lachten bis ihnen die Tränen kamen.

„Lachen, Lochen und Vorgang zufrieden abgeheftet“ lauteten ihre Tagebucheinträge. So weit, so schlecht!

· Bestens koordinierte physische Verkaufsaktionen von Zentral- und Großbanken, die teilweise hohe Tonnenzahlen schlicht wechselseitig hin und her schieben und der wie gelähmten Öffentlichkeit jedes Mal einen „massiven Verkauf“ melden, mit potentiell weiteren bedrohlichen Megaverkäufen morgen und übermorgen in der Pipeline.

· Marktflutung mit großen Mengen physischen Goldes aus unbestimmbaren Quellen von Nicht-Banken (Lybien Gold, Gold der Mittelmeerländer). Früher genügten derivative Instrumente an den Terminbörsen zur Preisdrückung. Dies reicht heute nicht mehr aus. Physisches Material muss jetzt zusätzlich in die Bresche springen.

Doch wie lange können die schrumpfenden Vorräte noch ins Gefecht geworfen werden, um damit Verkaufspanik auszulösen, bis die Munition endlich ausgeht?

Es gibt seit dem April-Crash weltweit immer weniger „zittrige Hände“ und immer mehr langzeitorientierte Investoren, denen der täglich fluktuierende Goldpreis in Dollars, Yuan oder Euros fast völlig gleichgültig ist.

Diese wissen, dass die Anzahl der Unzen oder Kilos, die sie in Treue halten, immer dieselbe bleibt, ganz gleich was die Marktpreise gerade machen. Die Frage: „Haben Sie im Crash verloren?“,  wird von diesen jedes Mal mit „Nein“ beantwortet. „Warum Nein?“ „Ganz einfach, ich habe nichts verkauft und daher noch kein Gramm verloren.*

· Bedrohliche Gerüchte in eine verängstigte Welt setzen, beispielsweise vom angeblich drohenden Verkauf des „Saddam Goldes“, des „Gaddafi Goldes“, der Goldreserven Portugals, Griechenlands, Irlands, Spaniens und Italiens, die von der EZB zur Schuldendeckung eingefordert und jederzeit auf den Markt geworfen werden könnten.

· Die an diese Länder von der EZB vergebenen Kredite wurden in ihren Laufzeiten gerade um Jahre verlängert, was die Gefügigkeit der Kreditnehmer stark erhöht. Und Spanien und Slowenien attestiert der Brüsseler Verwaltungskrake „übermäßige makro-ökonomische Ungleichgewichte im EU-Raum“. Sie müssten schon bald mit einem „Ungleichgewichtsverfahren“ rechnen, was immer dies bedeuten mag. Damit schließen sich auch hier die Fußketten enger.

· Weiteren 13 EU-Staaten werden auf der Basis von 10 Mess-Indikatoren „hohe Ungleichgewichte“ bescheinigt, die, wenn nicht fachmännisch kuriert, zur „Gefahr für die gesamte Union“ werden könnten. Die „Kur“ dürfte wohl im Wesentlichen ebenfalls in einer Verlängerung der Kreditlaufzeiten sowie neuen Krediten bestehen. Portugal und Irland, beispielsweise, beantragten unlängst, ihre Kredite um mindestens 7 Jahre zu verlängern. Andere Länder dürften bald folgen. Gerüchte, Unsicherheiten und Abhängigkeiten überall. So steht alles zum Besten

· Aufbauschen der angeblich verheerenden Verkaufswirkungen der lächerlichen 13 Tonnen zypriotischen Goldes, doch Verschweigen der Tatsache, dass ganze Weltjahresproduktionen der Edelmetalle während der Crash-Tage ins Gefecht geworfen wurden.

Eine einzelne Verkaufsorder – wahrscheinlich von einer Zentralbank stammend – belief sich auf satte 28 Milliarden $. Dem Vernehmen nach soll die Laufzeit 3 Monate betragen und die Glattstellung steht noch aus. Man hatte wohl per Drückung auf Preise von unter 1000 $ pro Unze gehofft, doch ging die Rechnung nicht ganz auf. Selbst die übermächtigen Noten- und Zentralbanken wurden von der weltweit einsetzenden Kaufwelle physischen Materials gedemütigt.

Der extreme Anstieg physischer Käufe signalisierte, dass die von den Terminmärkten generierten Preise zu niedrig sind. Die Preisdifferenzen zwischen physischem Material und Papiergold weiten sich folglich aus.

Wenn die Masse der Papiergeld-Sparerschafe eines Tages auch nur im bescheidenen Umfang auf „physisch“ umsteigt, werden die Terminbörsen, zumindest was Gold und Silber angeht, bedeutungslos. Auch wenn die geldpolitischen Eingriffe in die Märkte immer massiver ausfallen, auch wenn die Kleinanleger an der COMEX mit ihren Long-Positionen und „zittrigen Händen“ zugunsten der Grossen Institutionellen Mitte April frustriert kapitulierten, ändert sich an den Fundamentaldaten nichts. Die elementaren wirtschaftlichen Gesetze lassen sich auf Dauer niemals außer Kraft setzen. Früher oder später erwartet die Zentralplaner und ihre Manipulations-Abteilungsleiter eine schockierende Begegnung mit der unbarmherzigen „Mrs. Realität“.

· Düstere Prophezeiungen und Verteufelungen der Edelmetalle durch weltbekannte Finanzjongleure wie Soros oder Buffet wurden und werden marktschreierisch verkündet. Man konnte das „Ende des Goldbooms“, den „Untergang des sicheren Hafens Gold“ und die „völlige Nutzlosigkeit des barbarischen Reliktes ohne Zinsen und Dividenden“ propagandistisch nicht genug auswalzen. Wie scharfsinnige Recherchen einiger Experten ergaben, haben diese Ikonen der Finanzwelt ihre Nettopositionen an Goldaktien, anderen Goldpapieren, aber auch an physischem Metall mit Hilfe gut getarnter Verschiebungs- und Umschichtungsaktionen in aller Heimlichkeit erhöht. Wie bemerkte doch Heinrich Heine so treffend: „Die Herren, sie tranken heimlich Wein und predigten öffentlich Wasser“.

· In den Medien-Kommentaren zur Finanzsituation herrscht dagegen pure Schönfärberei. Es ist einfach alles wunderbar in den Papiergeldpalästen und ihren angeschlossenen Einrichtungen. Alle „vereinbarten Elemente“ der Bankenunion z. B. sollen zügig umgesetzt werden. Alle EU-Regierungen sind bereit an einer Änderung des EU-Grundvertrages „konstruktiv mitzuarbeiten“, um rasch eine solide Basis für dieses neue Finanzmonster zu schaffen.

All dies diene der endgültigen Gesundung des Systems, der Verhinderung jeder Steuerflucht sowie der totalen und lückenlosen Kontrolle selbst kleinster Transaktion bis hinab in den Bereich weniger Euros. Damit würde potentiellen Terroristen und den speiüblen Geldwäschern für immer das Handwerk gelegt. Europa könne endlich aufatmen und sich beruhigt zurücklehnen.

Der Übervater Brüssel sorgt für seine Bürger wie für geliebte Kinder. Die große Freiheit, wie sie in Gulags oder KZs herrscht, wo niemand durch Kriminelle belästigt wird und für alles gesorgt ist, nimmt langsam Formen an. Dort gibt es weder Geldwäsche noch Steuerflucht noch Terrorismus. Also erleben wir derzeit echten Fortschritt auf breiter Front.   

· Kleinreden oder Totschweigen der massiven Kaufwellen physischen Materials von überzeugten Privatinvestoren, Kleinsparern, einigen ETFs (Exchange Trade Fonds), von Russland, Indien und vor allem von China. Weltweit setzten regelrechte Nachfrage-Explosionen ein, auch in Deutschland und den USA, und halten noch immer an.

· Verschweigen der Tatsache, dass sich die Eliten heimlich mit Edelmetallen eindecken, als gäbe es kein Morgen. Der Papiergeldkater hat auch sie erfasst. Sie wissen um das unvermeidliche Ende ihrer Papiersysteme und um das notwendige, rechtzeitige Bemannen der Rettungsboote.

· Ununterbrochen Hinweise auf die „wie wild steigenden Aktienmärkte“. Diese Aufschwünge sind zwar rein liquiditätsgetrieben, aber wen interessiert das schon.

· Endlosreklame für die „absolut sicheren Regierungsanleihen“ und Beweihräucherung des „sicheren, hoch-populären Superdollars“ in all seinem Glanz, im strahlenden Lichte seiner Allmacht, dessen „Wert“ immer weiter erstarkt.

· Immer wieder Hinweise auf die Unsicherheit und massive Gefährdung von Edelmetallbesitz, auf hohe Lagerkosten, Diebstahlsrisiko,  Extrembesteuerung, weitere Preisverluste, die, wie der April-Crash ja bewies, jederzeit auf Knopfdruck auslösbar seien.

· Der „Schwarze Freitag“ und der „Blutige Montag“ von Mitte April 2013 dürften sich schon bald wiederholen, ist zu hören. Dies wäre nur eine kleine Generalprobe gewesen – wird suggeriert.  Nachdem man sich nun warmgelaufen hätte, könne man beim nächsten oder übernächsten Mal von einem „Massaker-Freitag“ und einem „Weltuntergangs-Montag“ ausgehen.

· Verschweigen der ausgelösten Stop-Loss-Kaskaden, die einerseits die „Kleinen“ auf dem falschen Fuß erwischten und ihnen herbe Verluste bescherten, dafür andererseits den Großen Gelegenheit gaben, sich billig einzudecken.  Hier wäre etwas Sarkasmus angebracht: Der Aufschrei: „All mein Geld ist weg“ wird mit einer ruhigen Antwort bedacht: „Ihr Geld ist nicht weg, es hat jetzt nur ein anderer“!

· Gleiches galt für die Gold- und Silberlagervorräte von Goldman Sachs und der „Privatbank der Fed“, nämlich J. P. Morgan. Ein Default dieser Mega-Finanzkraken hätte deren Eigenkapital sofort aufgezehrt, zu deren Schließung und zum Zusammenbruch des weltweiten Papier-Finanzsystems geführt. In allen Fällen waren die von den Kunden eingeforderten Auslieferungen physischen Metalles die Ursache. Immer mehr Mitspieler am Terminmarkt trauen dem Papiergeldversprechen nicht mehr und bestehen auf der physischen Auslieferung ihres Eigentums.

Leider aber können die Mächtigen Gold nicht wie Papier beliebig drucken.

Also blieb nur eines: Man „übernahm“ einen Grossteil des Goldes der kleineren zumeist auf Kreditbasis aktiven Spekulanten durch diese massive Preis-Drückungsaktion. Damit aber konnten die Megabanken, wie z. B. das Finanz-Großherzogtum Goldman Sachs selbst, nicht nur zu Tiefpreisen ihre Positionen glattstellen, sondern auch noch Milliarden verdienen. Die obere Mittelklasse, die untere Oberklasse und auch viele der in Panik geratenen Kleinen, blieben dabei auf der Strecke.

· Verbergen der zentralen Absicht, alle Papiergeld-Gläubigen, sofern sie nicht zur winzigen Gruppe der Hochklasse-Elite-Insider gehören, schlussendlich zu enteignen, mit anschließendem Übertrag ihres Vermögens an die Spitze der Machtpyramide. Hier fühlt man sich sicher, denn wenn derlei Wahrheiten zu groß werden, dann will sie einfach niemand glauben.

Dieses Wissen, zusammen mit der Gleichgültigkeit der Massen, lässt die Rockstar-Zentralbanker ruhig schlafen. Immerhin tut man ja, wie der Goldmann Sachs Führer in einem leichten Anflug von Größenwahn stolz verkündete „das Werk Gottes“. Wenn man aber den Allmächtigen voll auf seiner Seite hat, was könnte dann noch schief laufen?

· Nonchalantes Verbergen des nicht geringen Schocks der steuernden Eliten, die mit der totalen Kapitulation der Massen und dem totalen Ausverkauf deren Reserven rechneten und zu ihrem unsäglichen Horror, zumindest im physischen Bereich, das genaue Gegenteil erlebten.

Die durch die Drückung wild geschüttelten Gold- und Silberbäume warfen nur einen relativ kleinen Teil ihrer glänzenden Früchte ab, die die Mächtigen für sich zu Bodenpreisen einzusammeln vermochten. 

Der sorgfältig geplante ganz große Goldausverkauf endete für ihre Anstifter im Endeffekt recht kläglich und die Preise kriechen schon wieder in Richtung des alten Vorkrisenstandes.
 

Goldmänner gegen Goldfrauen

Es ist nicht zu leugnen, dass, zum Entsetzen der Manipulatoren, ein überraschendes Umschwenken in der Mentalität der Investoren stattfand, auch wenn im Moment eine nachdenkliche Beruhigungspause herrscht. Unzählige „Kleine“ und „Mittlere“ formten sich in unerwarteter Weise zu langen Käufer-Schlangen vor den Büros der Händler, vor allem in Asien.

Die resultierende Knappheit des begehrten Materials einschließlich der Aufpreise hält weiterhin an.

Aus zahlreichen chinesischen Städten und Zentren beispielsweise, meldeten die Händler „Schlangen bis auf die Straße“, „totalen Ausverkauf allen Schmucks“, „panikartige Hamsterkäufe“ und „extreme Materialknappheiten“. Seit Mitte April kauften chinesische Privatinvestoren Experten-Schätzungen zufolge bis Anfang Mai mindestens 350 Tonnen des gelben Metalls, was immerhin etwa einem Siebtel der Weltjahresproduktion entspräche. Angeführt werden diese Käuferbrigaden in China von den Frauen der Mittelklasse, die häufig über das Finanzgebaren ihrer Familien bestimmen.

Diese Scharen kaufwütiger Damen halten also gegen die Drückerkolonnen von Goldman Sachs, was diesen überhaupt nicht gefällt. Dem „Werk Gottes“ werden hier schwere Knüppel zwischen die Beine geworfen. Ein Tauziehen ist im Gange zwischen den Sachs-Goldmännern und Chinas Goldfrauen. Wen wird wohl der Kampfeseifer zuerst verlassen?    
 

Frischgeld-Zellenkur verliert an Wirkung

Es ist den Eliten in ihren verzweifelten Versuchen gelungen, das globale Finanzsystem vorerst immer wieder zu „retten“, wirklich systemgefährdende Bankruns zu vermeiden oder durch eine Frischgeld-Zellenkur zu kurieren. Doch müssen die zugeführten Dosen der Gelddroge immer größer werden, um immer kleinere Effekte in der Realwirtschaft zu erzielen. Die billionenschweren Liquiditätsspritzen bleiben bei den Banken hängen, kommen in der Wirtschaft gar nicht mehr an, und werden dort wegen der Sparprogramme und der Dauerrezession auch gar nicht benötigt. Man steigerte bisher die Unternehmensgewinne durch scharfe Kostensenkungen und hohe Entlassungsraten. Die Entlassenen fallen dann den Sozialsystemen zur Last und fallen als Konsumenten weitgehend aus.

Diese Rezepturen aber tragen alle ein Verfallsdatum. Ist der „Skelettzustand“ erreicht, können Kosten nicht weiter gesenkt und Mitarbeiter nicht weiter entlassen werden. Die Arbeitslosen sitzen am Ende zumeist in Zeltstädten, leben von staatlichen Essensmarken (immerhin 48 Millionen Menschen in den USA) oder kümmern mit einer Kleinstrente vor sich hin. Kaufkraft Ade! 

Ob dann die Aktienkurse, die Immobilienpreise und die Steuereinnahmen wunschgemäß noch steigen, die Bondmärkte florieren und die Inflationsrate „ganz unten“ verharrt, bleibt zumindest zweifelhaft. Weit weniger Zweifel bestehen da an einer florierenden Performance der Edelmetalle. 


Heiße Gelddruckmaschinen, kühles Gold und kalte Fakten

Teil 4: Signalwirkung der „Finanznavigationsinstrumente“ verloren

Die derzeit noch Herrschenden waren mit all in ihren Machenschaften erfolgreich, die früher immer verlässlichen „Finanznavigationsinstrumente“, wie extremer Schuldenstand, rekordhohe Massenarbeitslosigkeit und insbesondere den Goldpreis, unbrauchbar zu machen. Diese Instrumente zeigen jetzt immer öfter inkohärente oder widersprüchliche Messergebnisse an. Auch haben Politiker und Elite-Banker in trauter Kooperation als Folge der in astronomische Größenordnungen vorgedrungenen Summen, wie Billionen und Billarden an Dollars, Euros oder Yens, den Bezug zu Realität komplett verloren. Volkszertreter – Verzeihung – Volksvertreter und Abgeordnete verstehen schon lange nicht mehr, um was es bei Rettungsaktion, Garantien, Hilfen für fremde, weit entfernte Länder und Bürgschaften überhaupt noch geht, da die involvierten Summen jedes Vorstellungsvermögen sprengen.

Dies gilt auch für Vorstände und Aufsichtsräte von Großunternehmen.

So ergab sich beispielsweise aus den Bilanzen der Deutschen Bank Anfang Mai 2013, dass dieses von der Öffentlichkeit verehrte Institut einen neuen Weltrekord von sage und schreibe über 72 Billionen $ (in Worten: zweiundsiebzigtausend Milliarden Dollar) oder 56 Billionen € an Derivaten - in den Büchern hält. Damit verwies sie den bisherigen Weltrekordhalter J. P. Morgan mit seinen läppischen 70 Billionen $ Derivaten auf Platz Zwei. Gratulation! Endlich sind die Deutschen nicht nur beim Fußball wieder vorn. 
 

Beruhigungspillen schaufelweise

Ein kleiner Schuss Realität trübt den Triumph dieser finanzakrobatischen Mega-Kapriolen des größten deutschen Finanzinstituts:

Die deutsche Wirtschaftsleistung eines ganzen Jahres beläuft sich auf mickrige 2,7 Billionen €.  Wenn der genannte Derivate-Betrag rein theoretisch „fällig“ würde, müssten die Deutschen rund 21 Jahre dafür, und nur dafür, arbeiten. Jedoch, was sind schon 21 volle Jahre volkswirtschaftlicher Früchte für einen einzigen Posten einer einzigen Bank?

Ob kürzer oder länger, ob Theorie oder Praxis: Mit diesen ungeheuren Summen betritt der Finanzsektor absolutes Neuland ohne jede Erfahrungswerte. Reißt die Kette derivativer Verpflichtungen? Wann? Was wären die Folgen?  Who cares! 

Aber die Deutsche Bank beruhigt und erklärt selbstsicher, dass alles „voll international abgesichert“ sei. Vielleicht. Doch setzt dies voraus, dass alle diese „Absicherungen“ voll funktionieren, die Wett-Ergebnisse immer stimmen und die Gegenparteien in diesen Wettgeschäften nicht pleite gehen.

Aber dies wird ja niemals der Fall sein, da nicht sein kann, was nicht sein darf. Da seien Ackermann und „Gollum im Rollstuhl“ und die grüne Parteiführung vor.  Das ist so sicher, wie wenn der Papst unmittelbar nach dem Hochamt blitzartig zum Islam übertreten würde – oder noch sicherer. Jedenfalls wird das völlig degenerierte Institut jetzt mit einer massiven Kapitalerhöhung aufwarten. Die Aktionäre sollen anscheinend auch etwas vom großen „72 Billionen-Geschäft“ abhaben. Das Ganze regt auch immer neue Verstaatlichungsphantasien linker und grüner Politiker an, die ebenfalls irgendwie von einem „72 Billionen-Segen“ träumen, da sie das Finanzsystem, im Gegensatz zu den Elite-Bankern, überhaupt nicht verstehen. Davon, dass es Verluste in der Finanzwelt geben könnte, und zwar gewaltige, hatten ihnen ihre marxistisch angehauchten Lehrer nie etwas erzählt.

Sollte allerdings nur ein ganz klein wenig schief gehen, könnte keine Zentralbank der Welt und keine deutsche Regierung derartige Summen aufbringen. Dann stünde es nicht nur um diese Bank sondern auch um Deutschland relativ schlecht. Eine ähnliche Situation findet sich in der Schweiz mit den maßlos aufgeblasenen Bilanzen ihrer Großbanken.
 

Deutsches Gold als Retter?

Doch für diesen Fall von derivativem Ungemach hätte man ja das deutsche Gold parat. So ungefähr über 4000 Tonnen „solides Gelbes“. Wirklich Genaues weiß man nicht. Doch leider, leider befindet sich dieses im angeblich „sicheren“ Ausland und ist angeblich auch noch vorhanden, obwohl keinerlei wirkliche Prüfung dieses je bestätigte. Und leider möchte man nur etwa 300 Tonnen repatriieren, und leider dauert diese Miniaktion auch noch volle sieben Jahre. So wurde es beschlossen.

Vermutlich wird man dann ab 2020 aus Kostengründen eine Rentnerkette bilden, die von Paris oder London bis nach Berlin reicht, und die auf kleinen Einkaufsschiebewägelchen jeweils ein halbes Kilo – aus Sicherheitsgründen leider nicht mehr, leichtfüßig und hoch motiviert mit 2 km / h vor sich her bewegt. Kein Problem, schließlich gilt: „Die Renten sind sicher“. Oder waren es die Rentner, die sicher sind? Egal. Es geht ja um nichts geringeres als die Bergung des Deutschen Goldschatzes, der sich möglicherweise und in Wahrheit schon längst wohlverteilt in den Ohrringen der Inderinnen, in chinesischen Tresoren, unter den Goldbetten superreicher Ölscheichs oder in den Händen privater Investoren befindet. Bis 2027 oder so jedenfalls wären die 300 Tonnen Kleingold endlich wieder in der Heimat.

Doch dann stünde immer noch das Restgold mit etwa 3700 oder gar 4000 Tonnen aus. Da müsste man dann sicherlich ganze Scharen von Asylanten, Hartz 4-Leuten und Regimenter Arbeitsloser den Rentnerscharen hinzugesellen, um in weiteren sieben oder acht Jahren diese Transportaufgabe sicher zu bewältigen.

Soviel zum „deutschen Gold“. Die entsprechende Sachlage in der Schweiz scheint ebenfalls verworren und die Realitäten werden der Bevölkerung vorenthalten. 
 

Zentralbankgold – wo bist du?

Doch wie viel kühles Gold haben die westlichen Zentralbanken bzw. Staaten,  insbesondere die USA, eigentlich noch? Der bekannte kanadische Analyst und Fondmanager Eric Sprott kommt in seiner neuesten Untersuchung und der Prüfung von sechs Quellen, insbesondere der kaum je beachteten, allmonatlich erscheinenden „FT900-Dokumente“ zu erstaunlichen, ja sensationellen Ergebnissen, hier zusammengefasst:

· Der zuletzt sehr niedrige Goldpreis lässt sich nicht mit der stark gestiegenen Nachfrage vereinbaren

· Indien und besonders China haben in den letzten Jahren als immer stärkere Käufer mehr als die Hälfte der Neuproduktion von Gold absorbiert. Tendenz steigend

· Die Zentralbanken wandelten sich zu Nettokäufern. 2012 stiegen ihre Käufe um fast 18 % auf rund 540 Tonnen an

· Exchange Traded Products (ETPs) häuften in den vergangenen Jahren fleißig Gold an

· Südkorea, Russland, Mexiko, Indonesien, Venezuela und andere Staaten erhöhten ihre Goldimporte

· Die weltweite physische Nachfrage stieg und steigt weiter, während das gesamte jährliche Angebot im Bereich von 4000 Tonnen (Produktion, Recycling, Verkäufe) stagnierte

· Zwischen 2000 und 2012 gab es eine Veränderung der jährlichen Nachfrage von etwa 2300 Tonnen

· Nur die Zentralbanken hätten die Kapazitäten, um eine derart große Lücke zu schließen

· Im Dezember 2012 importierten die USA Gold im Wert von 1,5 Mrd. $, während 4 Mrd. in den Export gingen. Der Netto-Export von 2,5 Mrd. entspricht rund 50 Tonnen Gold – in nur einem Monat

· Schon seit 1991, also seit der Einführung der FT900-Dokumente, liefen diese Netto-Exporte Jahr für Jahr in Höhen, die weit über dem liegen, wozu die USA theoretisch überhaupt imstande sein dürfte

· Die Gesamtmenge an Gold, die das Land in den letzten 22 Jahren auf Nettobasis exportierte, liegt mit rund 4500 Tonnen weit über ihrer Lieferfähigkeit, die sich aus der Balance zwischen Angebots- und Nachfragezahlen – ohne Privatanleger – ergibt

· Bezieht man die stark gestiegenen privaten Goldkäufe in dieses aus offiziellen Angaben einer US-Agentur abgeleitete Zahlenwerk mit ein, wächst diese unerklärliche „Exportlücke“ von 4500 auf 11200 Tonnen für die 22 Jahre an

· Das gesamte amerikanische Staats-Gold wurde und wird aber Jahr für Jahr mit 8300 Tonnen angegeben, wobei diese Zahl seit etwa einem halben Jahrhundert nicht mehr durch eine Inventur überprüft wurde

· Würde man die nicht offiziell erhältlichen Zahlen vor 1991 mit einbeziehen, erhöhte sich diese Exportlücke um schätzungsweise einige tausend Tonnen Gold. 16 600 Tonnen wären durchaus denkbar

Auf der Basis dieser Analyse hätten die USA somit rund das Doppelte ihrer offiziellen Goldreserven in vielleicht 30 oder 40 Jahren netto exportiert und sich dabei vermutlich systemrelevanter Banken als Mittler oder Spediteure bedient.

Diese gewaltige Lücke und Ungereimtheit verschließt sich genauer Analyse und Erklärung. Der Schluss aber liegt nahe, dass Washington diese Exporte zur internationalen Drückung der Goldpreise zu verschiedensten Gelegenheiten einsetzte, um das aus Papier- und Digitalströmen bestehende Lebensblut der Machteliten vor dem Ausströmen und Versickern zu bewahren.

Vermutlich haben die USA ihr eigenes Gold und auch die der bei ihnen „sicher“ eingelagerte Reserven der Vasallenstaaten, darunter auch die deutschen und schweizer Komponenten, heimlich verkauft oder zumindest unwiederbringlich verleast. Dies würde dann auch die permanente Weigerung einer aktuellen Bestandsaufnahme, also einer offenen Inventur, wie auch die immer wiederkehrenden Drückungsaktionen – wie zuletzt Mitte April 2013 –  erklären. Müssten diese fehlenden Bestände jemals rückgeführt werden, wäre dies nur über den Markt möglich. Käufe in diesen Größenordnungen aber würden alle Preisvorstellungen sprengen.

Die Bürger dürfen auf gar keinen Fall erkennen, dass des Kaisers neue Kleider auf reiner Täuschung beruhen. Wer zu den offiziell verkündeten „Wahrheiten“ und den amtlichen, in Massagesalons verfertigten „Statistiken“ auch nur schüchterne Zweifel äußert, wird sofort mit dem speziell für diese Zwecke kreierten Reizwort „Verschwörungstheoretiker“ zum Schweigen gebracht und lächerlich gemacht. 

Der Täuschung und Beruhigung dient auch die auf der Aktivseite der Notenbanken geführte Position „Gold und Goldforderungen“. Vielleicht besteht dieser Posten aus 5 % Gold und 95 % uneinbringlichen Forderungen? Wer weiß. Aber die großen Zahlen dieser logisch und bilanzrechtlich unvereinbar zusammengefassten Bilanz-Position beeindruckt den Laien.

Würde ein privater Unternehmer reales Vermögen mit hoch wahrscheinlich uneintreibbaren Forderungen gemeinsam bilanzieren, käme er ins Gefängnis.

Es stellt sich angesichts dieser völlig undurchsichtigen Machenschaften die berechtigte Frage, ob die westlichen Zentralbanken überhaupt noch über die von ihnen amtlich angegeben Goldreserven verfügen. Wie viel ist real noch vorhanden? Ist das westliche Zentralbank-Gold zum großen Teil schlicht „weg“?
 

Kommt Chinas Großangriff auf den Dollar mit einer Goldkernwährung?

Käme diese hochexplosive Wahrheit der weitgehend leeren Goldkeller der westlichen Zentralbanken eines Tages ans Licht, dürften der Goldmarkt in eine nie gesehene Panikphase mit heute noch unvorstellbaren Preisblasen einschließlich nicht minder unvorstellbarer Konsequenzen für die verantwortlichen Veruntreuer der nationalen Goldreserven eintreten. Derlei heute noch spekulative Überlegungen entbehren keinesfalls jeder Grundlage. Vielleicht wissen dies die Chinesen sehr genau und häufen in aller Stille als „Mega-Verschwörungstheoretiker“ gewaltige Goldmengen auf. Damit könnten sie möglicherweise eines Tages dem ungedeckten Dollar wenn schon keine reine Goldwährung, so zumindest eine „Goldkernwährung“, also mit Teildeckung durch Gold, nebst einem voll konvertierbaren Yuan, entgegensetzen.

Die Folgen für die heutige absolut ungedeckte Weltleitwährung und die USA wären sicherlich katastrophal. Doch gilt diese nicht für die Vorbereiteten, ganz im Gegenteil, sie erhielten ihren wohlverdienten Lohn für ihre Weitsicht und ihre rechtzeitige Entscheidung, Gold- statt Papier zu „sparen“.

Doch bis zum offenen Ausbruch derartiger Ereignisketten könnten noch viele Monde ins Land gehen, was ausreichend Zeit zur sinnvollen Vorbereitung lässt.
 

Ultimativer Schutz und Sozialfunktion

Worin diese Vorbereitung besteht? Höchst einfach: Raus aus Papiervermögen aller Art und rein in Sachwerte. Wie die Geschichte wieder und wieder lehrt, schlagen Sachwerte die Geldwerte in Krisenzeiten immer.  Da die kreditgetriebenen Immobilienmärkte im deutschsprachigen Raum eine völlig überhitzte Phase erreichten, sich gleichzeitig die größte Bondblase aller Zeiten aufbläst und die Aktienkurssteigerungen im Westen nur als liquiditätsgetrieben eingestuft werden müssen, bleiben nur die einzig echten „Gelder“ ohne jedes Drittpartei-Risiko.  Sie sind als Rettungsboote auf hoher Krisensee optimal geeignet. 

Sie haben es erraten, es sind natürlich Gold und Silber, als einzig ultimativer Schutz vor staatlicher Zwangspapier-Geldentwertung.

Den sinnvoll Vorbereiteten kann es von ihren Logenplätzen aus gesehen auch ziemlich gleichgültig sein, ob die Euro-Krise zum zehnten oder zwölften Mal ihr hässliches Haupt erhebt, ob die US-Konjunktur doch nicht so anspringt, wie immer wieder beschwörend versichert wird, ob das Jahr 2013 nach einem relativ optimistischen Start mit einer Fortsetzung der Dauermisere ausklingt oder ob die Finanz- und Bankenkrisen in eine schwere Wirtschafts- und Sozialkrise globaler Natur einmündet, kann in Ruhe abgewartet werden, solange nur der Sitz im Rettungsboot sicher ist.

Diese Position dient nicht nur der Selbsthilfe, sondern auch der späteren Unterstützung von Familie, Freunden, in Not geratenen Verwandten wie auch anderen völlig Unvorbereiteten.

So gesehen kommt Gold und Silber eine häufig übersehene Sozialfunktion zu.
 

Eigenleben ohne Realitätsbezug

Die von den Notenbanken ausgelösten Liquiditätsschwemmen führen jetzt ein hochgefährliches Eigenleben ohne jeden Realitätsbezug. Die Japaner haben sich gerade an die Spitze dieses Wahnwitzes gestellt. Der neue Finanzminister möchte aus der seit über 20 Jahren anhaltenden Stagnations- und Deflationsphase ausbrechen. An jeden Kalendertag wird nun ein Äquivalent von etwa 6 Mrd. € frisch gedruckt. Für 2014 soll dies dann auf 12 Mrd. € an zusätzlicher Liquidität pro Tag steigen. Und jeden Monat will man noch zusätzlich für ca. 70 Mrd. € Äquivalent japanische Staatsanleihen ankaufen. Deren Renditen fallen damit von „fast Null“ auf „noch näher an Null“. Dagegen nimmt sich der monatliche Ankauf von US-Schatzbriefen im Wert von rund 50 Mrd. $ durch die Fed doch sehr bescheiden aus. 

Auch erwarten die Analysten der HSBC für 2013 einen im Vergleich zum Vorjahre zusätzlichen Fluss von Eigenmitteln japanischer Anleger in Richtung ausländische Bondmärkte in Höhe von etwa einer Billion $. Dies freut die Fed & Co. sowie andere Zentralbanken und die dazugehörigen Finanzminister. Die Sorgen wegen der weltweit herrschenden Negativrenditen und der damit verbundenen Gefahr austrocknender Nachfrage nach Dollar- oder Euro-Pfandbriefen, mildern sich schließlich mit einer satten Billion $ im Bestellbriefkasten deutlich.

Dies alles zeigt, wie die großen Zentralbanken mit ihrer hemmungslosen Geldvermehrung und ihren endlosen Rettungsversuchen die globalen Kapitalströme verzerren, die sich in gefährlichen Spekulationsblasen, ähnlich übergroßen Finanz-Eiterbeulen, manifestieren. Da fehlt nur noch der unvermeidliche Einstich mit einer Lanzette durch den Notarzt aus der Rettungsambulanz natürlicher Wirtschaftsgesetze. Diese Ambulanz ist bereits unterwegs.  

Mit all diesen Rettungs-Aktionen möchte der Top-Japaner „endlich mal eine Inflationsrate von 2 % erreichen“. Der Yen soll außerdem im Außenwert gedrückt werden, um damit die lahmende Exportindustrie anzukurbeln. Früher halfen Innovationen, neue Patente, Konkurrenzfähigkeit und Qualität dem Exportsektor. Heut tut dies nicht mehr die Qualität der Produkte sondern die Qualität der Geldpressen als die ideale Lösung ohne Probleme. Papier und Druckerfarbe kann man sich ja noch leisten. Wieso sind nur alle Krisen der Vergangenheit in allen Ländern nicht auf solch extrem einfache Weise gelöst worden?  

Dies alles soll jedenfalls Japan die große Rettung bringen. Doch allen Phantasiewelten waren schon immer nur kurze Lebensspannen beschert.   

Realwirtschaft und Finanzsektor haben sich in Japan wie auch anderswo in atemberaubender Weise voneinander gelöst. Eine real umgesetzte Geldeinheit wird von zehn- bis hundertfachen Bewegungen im Bereich der Hochfinanz. Doch ohne jede Koppelung begleitet.

So berichten Insider hinter vorgehaltener Hand von wachsenden Volumen-Differenzen zwischen Papiergold und realem Handel im durchschnittlichen Verhältnis von 80 zu 1. Im Bereich des Papiersilbers sollen die dortigen Papier-Umsätze den physischen Handel sogar um mehr als das 200-fache übertreffen. Ob derlei Zahlen exakt stimmen, darf bezweifelt werden, doch sind sie sicherlich sehr groß. Genaue Statistiken sind in diesen Schattenfeldern des Mauschelns mit Billionen im Halbdunkel ohnehin nicht zu haben.

Was aber soll das Versteckspiel? Ganz einfach, Man möchte sich keinesfalls in die Karten schauen lassen.  
 

Auftritt der großen Retter

Viele der Elite-Banker erhalten für ihre ruinöse Arbeit als Spekulanten, die als Nullsummenspiele keinerlei echte Werte schaffen, Boni in schwindelerregender Höhe.

Wie Taucher unter Sauerstoffmangel im trüben Wasser, hat die Elite jede Orientierung und den Bezug zur Realität verloren und wird zu immer neuen Verzweifelungstaten der Machterhaltung getrieben, begleitet von offensichtlich völliger Orientierungslosigkeit der Wirtschaftskapitäne und Politiker.

Doch wäre der Gedanke wirklich abwegig, dass nämlich die Elite die von ihr bewusst erzeugte Finanzkrise benutzt, sich den langsam in Armut und Elend versinkenden Massen als die einzigartigen „Großen Retter“ mit dem Ruf nach viel mehr „zentraler Regulierung“ aufzutreten? Und dabei die Wirtschaft, Finanzen und Politik der Völker, zumindest die der westlichen Welt, unter eine global agierende zentrale Kontrolleinrichtung nach streng sozialistischem oder gar kommunistischem Vorbild mit unbegrenzten Befugnissen unter eine neue, bargeldlosen Welt-Einheitswährung zu zwingen?  Die unsichtbare Weltregierung wäre dann zusammen mit einem alles abnickenden „Weltparlament“ erfolgreich installiert. In diesem Sinne stimmt eine dem deutschen Finanzminister kürzlich entschlüpfte Bemerkung sehr nachdenklich: „Die Erschaffung der politische Einigung Europas ist nur mit Hilfe einer Krise möglich“.

Wen gibt es schon, der derlei Umtrieben wirksamen Widerstand entgegensetzen wollte? Man knickt reihenweise ein, allen voran die Schweizer Nationalbank, die als fast schon dienernder Lakai der Hochfinanz die Ankopplung an den Euro in serviler Weise katzbuckelnd verfügte, statt die Wechselkurse den Marktkräften zu überlassen. Wieder ein Stück Sozialismus pur. 

Man braucht sich im Übrigen nur als Vertreter einer weit überlegenen Moral zu präsentieren, beispielsweise als „großer Helfer des Exports“, wohl wissend, dass die Schweiz und Deutschland unter ihren einst extrem harten Währungen zu den Exportweltmeistern avancierten. Und wohl wissend, dass starke Währungen die Importe, beispielsweise die von Rohöl, von Rohstoffen und Halbfabrikaten, von denen die Exportindustrie zu mindestens 40 % des Gesamtinputs abhängen, entsprechend verbilligen, und dies wiederum die Ausfuhren wettbewerbsfähiger macht. Oder man spielt sich als wohlmeinende Unterstützer des unbezahlbaren Sozialstaates und der „allgemeinen Fürsorge des Volkes“ auf. Wer wäre denn schon gegen „soziale Wohltaten“ und endloses „fürsorgliches Gutes-tun“ nach dem Gießkannenprinzip, getreu dem griffigen Motto: „Arbeitslosigkeit für alle, bei vollem Lohnausgleich“?
 

Die Entstehung von „Brutopia“

Die Erfahrungen der Geschichte zeigen wieder und wieder, dass sozialistische Staatskraken nur Mangelwirtschaften erzeugen und Wohlstand vernichten. Kuba, Nordkorea und Zimbabwe wären die ersten Demonstrationsobjekte. Umverteilung, genau wie Entwicklungshilfe, machen die Empfänger abhängig von weiteren endlosen Wohltaten. Fleiß, Erfindergeist, Selbstständigkeit und Fähigkeiten der Abhilfe aus eigener Kraft, bleiben auf der Strecke.

Es gibt einen „Linksruck“ mit brutalen Maßnahmen zur Durchsetzung der Utopia, daher besser „Brutopia“ genannt. Neid, Totalüberwachung und Spitzeltum werden zur Staatsdoktrin. Die alles erstickende Regulierungswut kennt keine Grenzen mehr. Aufgeblähte Bürokratien, linke Ideologie, korrupte Herrschaft von Funktionären und „Kommissaren“, ein unter strenger Staatsdoktrin geführtes Erziehungs- und Bildungswesen sowie schmarotzende Trittbrettfahrer aller Arten, wachsen wie Stinkwurz in Regenwäldern. Das einzige was blüht und gedeiht ist die Misswirtschaft, jedoch bestens getarnt unter den vollmundigen Parolen von Freiheit, Solidarität, Chancengleichheit und edler Mitmenschlichkeit, während das volkswirtschaftliche Kapital rücksichtslos verbraten wird. Die Zustände von Straßen, Häusern, des Transportwesens  und der Infrastruktur im ehemaligen Ostblock sollten als warnendes Beispiel dienen.  Ein im Sturm absackendes Boot wird durch immer neue Bleigewichte beschwert, damit es umso schneller sinkt. 

Doch wahrer Wohlstand kommt nur von freier Entfaltung der Marktkräfte, wachsendem Unternehmertum, steigenden Unternehmungsgründungen, Innovationskraft, minimaler Regulierung, Sparen, Investieren des Ersparten in sinnvolle Projekte, so wenig Staat und so viel Eigenverantwortung wie irgend möglich und Freiheit von jeglicher Kasinowirtschaft, Schuldenwahnsinn, Ökodiktatur und zentralplanerischen Machenschaften, Freiheit vom geistigen Unterbau des Systems, der durch mit Steuergeldern oder vom staatsnahen Finanzsektor hoch bezahlten „Experten“ geliefert und von den Hauptstrom-Medien in serviler Dankbarkeit publiziert wird.
 

Freiheit braucht Mut und sinnvolle Vorbereitungen für den Ernstfall

Wir alle brauchen neben den physischen Vorbereitungen vor allem eines: Mehr Ausharrungsvermögen und vor allem Courage. Wie sagte doch der große Perikles (500 bis 429 v. Chr.) so treffend: „Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, aber das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“.
 

Doch was ist „Freiheit“?

Freiheit besteht in der Möglichkeit ohne Zwänge durch Übervater-Staat, parasitische Bürokratien, zentralwirtschaftlichen Planungsterrorismus, ohne Ausschaltung der Marktkräfte und ohne erstickender Überregulierung selbstverantwortlich leben zu können. Die Familie steht als gesunde, tragende Kernzelle des Sozialsystems im Mittelpunkt.  Finanzsektor und Realwirtschaft nähern sich wieder einander und leben fortan in harmonischer Symbiose.

Freiheit schließt auch ein freiwillig akzeptiertes Geldsystem ein – mit einer stabilen, gesunden, ehrlichen Währung und solidem Bank- und Finanzwesen, in welchem die staatlichen Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen dürfen und wo exzessive Papiergeldvermehrung als Hochverrat klassifiziert wird. Früher, heute und auch morgen verkörpern die ewigen Geldmetalle Gold und Silber ein Stück echter Freiheit, völlig unabhängig vom Wollen oder Können in der Verpflichtung stehender Drittparteien. Sowohl der Koran als auch die amerikanische Verfassung – und letztlich auch wirtschaftliche Gesetze sowie die Doktrin der Vernunft – schreiben ihren Einsatz als Währungsmedien sogar zwingend vor. Da die Geldmetalle in allen 194 Ländern der Erde freiwillig akzeptiert werden, haben wir bereits heute die potentielle „Weltwährung“.

Und was ist Mut? Dieser besteht in einer Haltung, die es wagt, gegen den Strom zu schwimmen und die sich in Gedanken, Wort und Tat zu diesen vorgenannten Idealen, die eigentlich Selbstverständlichkeiten sein sollten, voll bekennt.